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Seren del Grappa
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Erreichbarkeit Von Feltre aus erreicht man Seren del Grappa (6 Km), indem man der Straße der "Montegge" entlang fährt, welche dem rechten Ufer des Wildbaches Stizzon folgt, und die von den letzten Ausläufern des Monte Tomatico (1594 Meter) und des Monte Santo (1538 Meter) begrenzt wird, am südwestlichen Rande des Feltriner Tals. Nach 4 Km trifft man auf Rasai, ein Dorf, das einstmals typische, landwirtschaftliche Kennzeichen hatte, und das sich heute aufgrund der vornehmlich handwerklichen und industriellen Tätigkeiten vergrößert; der Kern, der schon um die Kirche gruppiert ist, die neuklassische Linien hat und auf der Spitze der Erhebung des „pascolet" steht, löst sich los und erstreckt sich entlang der Hauptstraßenachse und der Felder. Ein Umweg nach links führt nach Porcen, das in einer Senke an den Hängen des Toamtico liegt. In der Kirche kann man noch die bedeutenden Überreste eines großen Freskenzyklus von Giovanni da Francia sehen (Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts), während man auf dem Hauptaltar in einem vergoldeten Holzaltarbild des siebzehnten Jahrhunderts, eine Altartafel von Jacopo da Valenza sehen kann, aus dem Jahre 1504. Von Porcen Richtung Osten, kann man Tomo und danach Feltre erreichen. Von Porcen aus beginnt ein geschlossenes System von Pfaden, die verbunden und gekennzeichnet sind, und denen der Name „Alta via degli Eroi" gegeben worden ist. Diese Pfade führen über das Massiv des Grappa nach Bassano del Grappa, nachdem sie fast auf dem Kamm der Spitzen des Ostrückens verlaufen sind. Die Bezeichnung der „Alta via degli Eroi" (Hohe Straße der Helden) deutet klar auf die Eigenschaften der Wege hin, häufige Pfade und Saumpfade aus dem Krieg von 1915 - 1918. Das Gebiet, das durchquert wird, ist ein Voralpengebiet, das man hier von seiner wildesten und einsamsten Seite kennen lernt, und das von einer Folge von Gipfeln und grasbewachsenen Abhängen mit Felsenvorkommen gekennzeichnet wird. Wegen der karstigen Struktur des gesamten Systems, gibt es kaum Wasser. Der anthropotische Aspekt wird von zeitweiligen Besiedlungen gekennzeichnet. Die typische, aber leider seltene Struktur ist die der sogenannten „Sfojaroi", alte und einsame Häuser, deren steile Dächer mit Buchenästen und -blättern gedeckt sind. Die besondere Geschicklichkeit der Bergbewohner hatte es geschafft, mit dem vor Ort zur Verfügung stehendem Material eine Abdeckung zu schaffen, die außergewöhnliche Dichtungsfähigkeiten hatte und auch noch sehr dauerhaft war. Leider sind von den Hunderten der „sfojaroi" des letzten Jahrhunderts nur noch einige wenige übriggeblieben, wahre Denkmäler der volkstümlichen Kultur, von denen man wünschen sollte, dass sie bewahrt und respektiert werden. Von den verschiedenen Bauten, die an den Almauftrieb gebunden waren, bleiben heute nur noch Reste übrig. Einige Gebäude sind restauriert worden (Alm Lebi, Alm Valporre, Alm Bocchette, Alm Prassolan), indem man sie als Schutzhütten anpasste, die den Ausflüglern zur Verfügung stehen. In 2 km Entfernung von Rasai befindet sich der Ort Seren del Grappa, dessen Panoramalage sicherlich eine der malerischsten des Feltriner Gebietes ist. Das Gesicht des Wohnzentrums wird von der weißen Masse der Kirche des achtzehnten Jahrhunderts gekennzeichnet und von dem danebenstehendem schlanken Glockenturm aus unbearbeitetem Stein. Die Kirche bewahrt ein interessantes Gemälde der Venetischen Schule des sechzehnten Jahrhunderts. Indem man entlang des Talbodens weiterfährt, ist ein Blick auf die Privatterrasse interessant, auf der die kleine Kirche von S. Siro steht, deren Ursprung auf das dreizehnte Jahrhundert zurückgeht und die 1266 von den Gibellinen, die aus Feltre kamen dazu auserwählt wurde, eine Verschwörung gegen die Welfen des Bischofs Villalta anzuzetteln. Einen weiten Blick genießt man vom Grappa bis zu den Vette Feltrine. Etwas weiter vorne, an den Seiten des Avien, kann man noch die große Grotte ausmachen, die „camin del Podesta" genannt wird und an welche die volkstümliche Phantasie gebunden ist. Wir befinden uns nun schon in der wilden Umgebung des Valle Seren. Der wichtigste Wohnkern, Pian della Chiesa, besteht aus einer Häusergruppe, die an einem Platz steht, auf dem die Kirche entspringt. Die übrigen Siedlungen des Tals sind verstreute Häuser und malerische, einsame Häuser, die oft verlassen sind und deren Strukturen auf die Eigenschaft zurückleiten, die aus der traditionellen Wirtschaft, der Hirtentätigkeit, stammt. Einigermaßen anstrengend und bestimmt faszinierend sind die verschiedenen Ausflüge, die man machen kann, besonders, wenn sie entlang der neuen Arterie Valle Bocchette führen, an den Almen des Massivs vorbei über den Gipfel des Grappa (1775 Meter) und an dem Monumentalfriedhof Ossario vorbei. Der Grappa wurde nach der Niederlage von Caporetto der Stützpunkt, auf den sich die extreme Verteidigung des Italienischen Heeres während des Ersten Weltkrieges konzentrierte: sämtliche Gipfel und die Seiten des Systems tragen noch immer deutliche Spuren dieses kriegerischen Ereignisses. Von Grappa aus kann man sich entlang der Straße Cadorna nach Bassano richten, oder nach Caupo hinuntersteigen, immer in der Gemeinde von Seren del Grappa, ein kleines Zentrum an den Hängen des Roncon (1164 Meter) auf dem linken Ufer des Stizzon, mit der typischen kleinen Kirche aus dem fünfzehnten Jahrhundert di Caupo, die sich auf dem Hügel verschanzt. In etwa 1 Km Entfernung, in dem Ort S. Lucia, in der Nähe des gleichnamigen Wallfahrtortes aus der Zeit des Mittelalters, trifft man auf die Straße, die Feltre mit Fonzaso verbindet.
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